Aus Ständerwerk werden Wände!

Es wird fast schon wohnlich. Wo vorher Balken vertikal verliefen entstehen nun mit Hilfe von Fermacellplatten die ersten Wände.

Ich habe mich vorher informiert wie man das am besten anstellt und gleichzeitig habe ich mir selbst auch noch ein paar Gedanken dazu gemacht.

Ich bin so vorgegangen das ich mir 2 Holzklötze mit 35 mm Höhe zurecht gesägt habe. Darauf konnte ich die Fermacellplatten an der Wand abstellen und hatte direkt den richtigen Abstand zum Boden. So konnten die ersten Platten direkt verschraubt werden.

Eine ganz gute Sache war es immer erst eine Seite je Wand mit Fermacell und Rigips zu beplanken . So kann man dann auf der Beplankten Seite direkt die Löcher für die Elektrik bohren und die Kabel bequem von der nicht beplankten Seite durch stecken. Am besten fängt man also mit den Wänden an wo viele Schalter und Steckdosen hinkommen.

Bei den Außenwänden hat man diese Option leider nicht. Hier müssen die Kabel etwas in die Dämmung gesteckt werden damit diese später durch die noch zu bohrenden Löcher gezogen werden können. Da in den Außenwänden die 160 mm Dämmung verbaut ist geht das aber ganz gut.

Da die Innenwände nur mit 40 mm Dämmung gedämmt werden haben die Kabel da durchaus weniger halt. Was gut funktioniert hat war das doppelte dämmen wo Kabel hinkommen. So hat man dann 80 mm Dämmung in der Wand und die Kabel bleiben so besser in Position.

Zur Not kann man die Kabel auch mit dem gelben Klebeband (welches eigentlich für die Dampfbremse gedacht ist) fixieren. Von dem gelben Band bleibt am Ende eh unheimlich viel übrig…

Platten auf Maß bringen

Um die Fermacellplatten auf Maß zu bringen gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen kann man die Platten mit einem Plattenreißer anreißen und dann am Rand des Plattenstapels an der Bruchkante abbrechen. Das hat bei mir gar nicht gut funktioniert. Entweder sind teile der Platte raus gebrochen die gar nicht abbrechen sollten oder der Bruch war so ungenau das man Mühe hatte die Platte in die vorgesehen Stelle einzupassen. Die Fermacellplatten sind nun mal unheimlich brüchig.

Ich habe letztlich eine Handkreissäge von Skil* benutzt. An dieser habe ich dann einen Sauger von Einhell* angeschlossen. Trotz des Staubsaugers staubt es jedoch noch ganz schön… also immer schön lüften dabei und den Filter vom Sauger reinigen! Ein Atemschutz sollte ebenfalls nicht fehlen. So konnte ich jedenfalls ganz einfach und zügig die benötigten Maße herstellen.

Platten an die Wand bekommen

Nach dem zuschneiden habe ich die Fermacellplatte auf die 35 mm Klötzchen gestellt und mit den Fermacellschrauben verschraubt. Bei den Schrauben kann man sich im Prinzip nicht vertun denn es sind die einzigen Schrauben auf denen dick und fett Fermacell steht. 😉

Beim Schrauben muss man ein bisschen aufpassen das man nicht kleine Stücke von der Platte absprengt weil die so brüchtig sind. In der Regel bieten die meisten Bohrschrauber eine Einstellung des Drehmoments an, da muss man einfach ein bisschen ausprobieren bis es passt.

Was auch noch erwähnenswert ist: Es wird empfohlen das man zwischen den Fermacellplatten einen Abstand von 3-4 mm lässt. Das soll dazu dienen das durch Spannung die Platten nicht auseinanderböckeln.

Zwischenschritt Dampfbremse

An den Außenwänden muss nun die Dampfbremse installiert werden bevor die Rigipsplatten angebracht werden können!

Rigips anbringen (Wände)

Im Prinzip ist es das gleiche Prozedere wie bei den Fermacellplatten.

Schneiden lassen die sich unheimlich leicht, einfach mit Setzlatte* und Cuttermesser* zuschneiden und dann kann die Platte schon an die Wand.
Zum Schrauben gibt´s spezielle Rigipsbits*, habe mir davon eine Hand voll gekauft, war total unnötig denn einer hätte es auch getan = unkaputtbar.

Weiter zu: Dampfbremse einbauen

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