Installation Haustechnik (Sanitär, Heizung)

Ursprünglich hieß es von seiten der Haustechnik-Firma „geben Sie uns 9 Wochen vorher bescheid damit wir den Termin planen können“! Ich persönlich fand, 9 Wochen sind ja absolut okay. So begab es sich das ich mich gut 11 Wochen vor meinem Wunschtermin gemeldet habe. Man erahnt es schon… aus den „9 Wochen zum Termin“ wurden fast 3 Monate!

Das wir fast 3 Monate auf die, von Massa beauftragte, Haustechnik Firma warten mussten war einerseits okay, denn dadurch hatte ich nicht so den Termindruck. Was allerdings ein großes Problem darstellen sollte, war die Tatsache, dass wir durch diese Verschiebung mit dem Estrich mitten in den Winter rücken sollten. Das dadurch natürlich ein späterer Einzugstermin folgen sollte, das wussten wir in dem Moment als wir das Schreiben der Haustechnik Firma in Händen hielten.

Ich sage hier ganz bewusst nicht um welche Firma es sich dabei gehandelt hat. Viele Massa Bauherren machen diese Erfahrung, dass die beaftragten Firmen einfach nicht hinterher kommen. Abgesehen davon kann ich aus Erfahrung sagen, dass die Firmen mit denen Massa zusammen arbeitet gerne mal wechseln.
Unser Elektriker, zum Beispiel, mit dem wir hoch zufrieden waren arbeitet nicht mehr für Massa. Die Gründe dafür sind mir bekannt und ich kann Ihn verstehen. Aber das ist ein anderes Thema.

Auch ein Thema für sich, sind die Preise welche die Installationsfirma aufruft. Im Hauspreis von Massa ist kein Außenwasserhahn enthalten. Wenn man also einen Garten hat gestaltet sich bewässern ohne Außenwasserhahn jedoch schwierig.
Wenn man den besagten Außenwasserhahn von der Firma welche die Haustechnik installiert einbauen lässt verlangt diese dafür stolze 400 Euro!
Dafür, dass es sich dabei um 2 Meter mehr Wasserleitung und einen stink normalen Außenwasserhahn handelt, fällt mir dazu nur das Wort Wucher ein. Der Arbeitsaufwand seitens der Monteure dürfte sich ebenfalls in Grenzen gehalten haben. Daher finde ich die aufgerufenne Summe wirklich unverschämt.

Die installation der Haustechnik

Ich hatte die Hoffnung, dass ich ind er Zeit während die Haustechnik installier wird auch selber am Haus weiter arbeiten könnte. Aber wer sich die Bilder anschaut, der sieht, dass das nicht wirklich möglich war. Das waren ganz schöne Mengen an Material und Werkzeug welche im Haus ausgebreitet wurden.
Keine Kritik an der Stelle, nur eine Feststellung: In den 10 Tagen der installation ist ein Arbeiten am Haus durch den Bauherr nicht möglich.

In den, rund 10 Tagen, der installation kamen also Lüftungsrohre, Abwasserrohre, Solarpanele, Heizung, Lüftungsanlage, usw. an Ihren Platz.
Beim Einbau wurde teilweise von den Plänen abgewichen. So ergab es sich, dass ein Abwasserrohr vom Obergeschoss durch das Gäste WC in den Keller lief, anstat wie geplant über den Versorgungsschacht hinter der Garderobe. Eine Änderung war nicht mehr möglich…
Ich muss gestehen das ich jetzt nicht so erbaut war darüber, dass besagtes Rohr „falsch“ verlief aber nach dem ganzen ärger erschien mir das eher als eine Lapalie. Unter dieser wurde das ganze dann auch verbucht und die kleine Verschalung im Gäste WC wirkt weder störend noch unesthätisch.

Was einem erst im nachhinein auffällt

1.) Beim anbringen der Gipskartonplatten an der Decke haben wir festgestellt, dass die Abluftschächte sehr weit aus der Decke hrausstehen. Diese schließen also nicht bündig ab. Das liegt vermutlich daran, dass in den Massahäusern sparschalung verwendet wird. Die Latten an der Decke, an welchen die Gipskartonplatten verschraubt werden, sind nur halb so stark wie herkömliche Lattung. Dadurch stehen die Luftschächte also ab.
Das einzige was dann hilft ist, die Schächte bündig abzusägen. Schade ist dabei aber, dass die Lüftungsabdeckung dann nicht mehr passt. Damit die dann wieder passt müssen die kleinen Metallklipse an den Abdeckungen entfernt werden. So stitzt die Abdeckung allerding sehr stramm auf dem Lüftungsschacht und lässt sich zum waschen der Filter nur schwer entfernen.
Das schlimme ist, dass man den Luftschacht bei der Montage ganz einfach hätte anpassen können! Dazu hatte man aber offensichtlich keine Lust. Denn die Schalung war ja schon montiert, also hätten die Monteure locker sehen können, dass der Schacht so nicht passt. Unterm Stirch einfach ärgerlich.

2.) Als ich die Fermacell und Gipskaronplatten in den Bereichen anbringen wollte, wo die Lüftungsrohre in den Wänden liegen fällt auf, dass die Rohre eigentlich zu dick für die Wand sind. So ergibt sich eine leichte krümmung der verschraubten Rigipsplatten. Das merkt man sogar beim Fliesen legen, dass die wand konvex verformt ist.
Das liegt daran, dass man einfach die falschen Lüftungsrohre verbaut hat. Die sind rund statt oval aber dafür viel billiger. Als ich die Arbeiten damals besichtigt habe wusste ich das natürlich nicht. Aufgefallen ist es natürlich auch erst beim anbringen der Platten.
Fairer weise muss ich zugeben, dass man jetzt nichts mehr davon sieht. Mit dem heutigen Wissen hätte ich die Firma allerdings direkt die falschen Rohre raus reißen lassen und darauf bestanden dass die korrekten Rohre verbaut werden.

3.) Beim Anschluss eines Heizkörpers wurde einfach gepfuscht. Da wurde ein Rohr zu kurz abgeschnitten und dadurch hat der Verbindungsstück nicht mehr gepasst. Als wir die Heizung dann in Betireb hatten viel uns nach einiger Zeit auf, dass es im Bereich der Zu- und Rückläufe besagter Heizung immer feucht war. Dazu werde ich noch einen eignen Artikel verfassen, was das für ein Aufwand war das wieder zu richten was da fehlerhaft ausgeführt wurde.

4.) Bei den verbauten Thermostateten handelt es sich zwar um Markenwahre der Firma Buderus aber es sind wirklich die billigsten Thermostate die Buderus anbietet. Zwei Thermostate waren nach nicht mal 3 Wochen Nutzung defekt. Man hat wirklich das Gefühl das einem die Thermostate abbrechen wenn man daran zu fest Dreht oder sich versehentlich darauf stützt.
Das steht also noch auf der ToDo Liste, die Thermostate durch vernünftige auszutauschen.

5.) Schimmel an der Fassade! Die Abluft wird einfach aus einem Gitter an der Fassade nach außen geblasen. Diese Luft ist aber, gerade im Herbst und Winter, wärmer als die Außenluft. Dadurch kondensiert Feuchtigkeit auf der Fassade, also dem Putz. Durch diese Feuchtigkeit entsteht mit der Zeit Schimmel! So haben wir jetzt, an unserem Haus das wir seit etwa 1 1/2 Jahren bewohnen in der Tat Schimmel an unserem Haus.
Leider ist es nach aktuellen Bauvorschrifften erlaubt, die Abluft auf diese Art und Weise nach außen zu blasen. Besser wäre es wenn die Luft so raus geblasen wird, dass sich nirgends am Haus Kondensat bilden kann.
Dazu werde ich irgendwann einen Abluftschacht an den vorhandenen Abluftschaft anbauen, welcher die warme Luft über dem Dach entweichen lässt. Da kann die Luft dann nach oben steigen ohne sich auf Fassade oder Dach nieder zu lassen.
Bautechnisch kann ich der Firma leider keinen Vorwurf machen da die Vorschriften das leider nicht her geben.

Fazit

Das Fazit fällt entsprechend durchwachsen aus. Die lange Zeit des wartens auf einen Termin, die happigen Preise für so „extravagante Dinge“ wie einen Außenwasserhahn und die teilweise falsche Ausführung hinterlassen einen negativen Eindruck.
Gefestigt wird der negative Eindruck durch die absolute Verweigerung jeglicher Recklamation. Dabei spielt es keine Rolle ob man es lieb und nett oder etwas fordernder versucht. Man hat einfach keine Chance dass so Sachen wie die leckende Heizung oder die kaputten Thermostate von der Firma ersetzt oder nachgebessert werden.

Mit dem heutigen Stand würde ich auf eine Ausführung der Haustechnik durch Massa verzichten und die Arbeiten selber an ein Unternehmen vergeben.

2 Gedanken zu „Installation Haustechnik (Sanitär, Heizung)

  1. Einfach Spitze! Nach so einem Bautagebuch habe ich gesucht. Sehr gut erklärt und prima dokumentiert. Werde den Blog in unserer massa facebook Gruppe weiterempfehlen. Sehr gute Arbeit, vielen Dank! Gruß David

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